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Das tangible Bild (Weibel, Peter), 1991Terrain 01 (Gabriel, Ulrike), 1993Perceptual Arena (Gabriel, Ulrike), 1993
 
 
 

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aber nur um den Preis der Ko- Varianz.« [18]

Ab den 1990er Jahren beginnt Weibel mit den durch neue Technologien eröffneten Möglichkeiten eine Reihe von Arbeiten, in denen der Beobachter in Echtzeit mit virtuellen Bildern interagiert, indem er sie live im realen Raum manipuliert. Über die Computerinstallation »Das tangible Bild«, 1991 in Zusammenarbeit mit Bob O'Kane realisiert, kommentiert Weibel: »Weder das Bild noch die Beobachter wurden berührt, sondern nur das Interface. Die Beobachter waren Teil des Systems, das sie beobachteten, sie befanden sich im Bild, in der Datenmenge des Bildes. Eine nicht-lokale Verzerrung, in einer Art Dislokation (Displacement), die fernkorreliert war, verzerrte auch das Bild. Die Veränderung des Interface veränderte auch das Bild.« [19] Der aus dieser Konfiguration resultierende Effekt besteht darin, dass jede Berührung, jeder Wechsel und jede Manipulation auf dem Bildschirm des Monitors eine identische (wenn auch virtuelle) Verzerrung in dem realen, live projizierten Bild auslöst. Auf diese Weise ist der Beobachter tatsächlich ›im Bild‹, während sein Körper im realen Raum verbleibt. Dies wäre ein klares Beispiel

 

für den Endozugang zur Elektronik. »Wir schlagen also zwei Stufen vor: Zuerst den Endozugang zur Elektronik und zweitens die Elektronik als Endo-Zugang zur Welt. Das Wesen der elektronischen Künste als endophysikalisches Prinzip zu verstehen, ist nur möglich, weil eben die Elektronik selbst der Endo-Zugang zur Welt ist. Es wird nur dadurch ein Doppel- Zugang möglich. Auf den Endo-Toren der Modell-Welt, simuliert durch die elektronischen Künste, steht: Eingang aus der Welt — Ausgang in die Welt.« [20] Eine weitere Forschungsrichtung im Bereich interaktiver Kunst untersucht mögliche Verbindungen zwischen biologischen (menschlicher Körper) und künstlichen Systemen (virtueller Raum). Anhand der robotischen, interaktiven Installation »Terrain 01« wurde bereits analysiert, wie Ulrike Gabriel die interne und externe Welt auf reziproke und inverse Weise über ein direktes Interface und ohne materielle Kommunikation (Gehirnwellen des Interaktors) miteinander verbindet. In ihrer Installation »Perceptual Arena« von 1993 macht die interaktive Verbindung den Interaktor zum internen Beobachter einer künstlich erzeugten Welt mittels einer Schnittstelle, die

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